Geschichte der Berufsfeuerwehr

Der Neuaufbau

Am 1. Juli 1945 erfolgt die Übergabe der Stadt Zwickau an die Rote Armee. Damit begann eine schrittweise strukturelle und vor allem personelle Veränderung. So wurden alle Offiziere und Unterführer abgelöst und entlassen. Dadurch reduzierte sich der Personalbestand der Berufsfeuerwehr auf 18 Mann. Jede Wachabteilung musste mit 9 Mann Dienststärke auskommen. Die Dienstzeit betrug 24 Stunden im Wechseldienst. Für die Gewährleistung der Einsatzbereitschaft waren aber Dienstzeiten von bis zu 35 Stunden oft unumgänglich. In der Folgezeit stabilisierte sich der Personalbestand langsam.

Der Monatslohn für diese Männer betrug zu dieser Zeit 269,33 Mark Brutto, bei einer monatlichen Arbeitszeit von ca. 336 Stunden. Obwohl die Feuerwache in der Max-Pechstein-Straße 9 -11 den Krieg unbeschadet überstanden hatte, waren die Unterkünfte mit ihren sanitären Einrichtungen für "ein halbes Leben auf der Wache" unzumutbar geworden. So erfolgte unter der Leitung des damaligen Kommandeurs Groß der Umbau mit eigenen Mitteln. Durch die Aufstockung der Fahrzeughalle wurden eine Dusche, ein Aufenthaltsraum, Toilettenräume sowie eine kleine Küche geschaffen. In der bei der damaligen Ernährungslage die spärlichen Mahlzeiten zubereitet werden konnten. Die Bauarbeiten führten die Feuerwehrmänner nach ihrem 24-Stunden-Dienst durch.

Im Dezember 1949 konnte dann die feierliche Einweihung erfolgen. In der Zwischenzeit entstand 1947 in der Landesregierung des Landes Sachsen das Landesbrandschutzamt und in Zwickau daraufhin das Stadtbrandschutzamt. Die Bildung erfolgte aufgrund des Befehls 9/V/3 der sowjetischen Militäradministration. Damit wurde die Feuerwehr endlich wieder der Stadtverwaltung Zwickau unterstellt, denn auch nach Beendigung des Krieges war sie weiterhin Bestandteil der Polizei.